Swinemünde

Der polnische Teil der Insel Usedom besteht aus dem größten Teil der Stadt Swinemünde, welche sich über die Inseln Usedom, Kaseburg und Wollin erstreckt.

Während sich auf Wollin außer einem Industriegebiet und einigen neuen Wohngebieten lediglich der Fernbahnhof sowie der internationale Hafen der Stadt befinden, liegt sowohl das Stadt- als auch das Kurzentrum auf Usedom. Beide Inseln sind durch zwei Fähren miteinander verbunden, die kostenlos benutzt werden können; zwischen Wollin und Kaseburg führt eine Brücke über das Haff.

Gleich hinter der Grenze befindet sich in der Nähe des Stadtbahnhofs der Usedomer Bäderbahn der Markt, in wenigen Schritten ist der Badestrand erreicht. Seit dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen kann auch der Weg am Strand entlang oder durch einen kleinen Wald für den Grenzübertritt benutzt werden.

Die aus den deutschen Kaiserbädern bekannte Bäderarchitektur mit Gebäuden im Stil griechischer und römischer Villen findet sich auch in Swinemünde. Innerhalb des Kurzentrums befindet sich das historische Rathaus, welches heute das Museum für Hochseefischerei beherbergt. Aus der früheren Zeit der Stadt als Marinestützpunkt finden sich noch zwei Forts aus dem 19. Jahrhundert im Swinemünder Wald.

Zwei Sehenswürdigkeiten für Swinemünde sind auf der Insel Wollin zu nennen, dort befindet sich der höchste Leuchtturm an der polnischen Ostsee ebenso wie eine Ende des letzten Jahrhunderts zu Ehren des polnischen Papstes Johannes Paul II. errichtete moderne Kirche.

Misdroy und Stettin

Der neben Swinemünde bekannteste Badeort auf der Insel Wollin ist Misdroy, das bekannteste Wahrzeichen ist die Seebrücke.

Auch Stettin ist nicht weit von Swinemünde entfernt gelegen, zudem ist die Stadt mit der Eisenbahn gut erreichbar. Die schönsten weltlichen Sehenswürdigkeiten sind dort neben dem gotischen Rathaus das Schloss der Herzöge von Pommern sowie der Siebenmäntelturm. Die Jacobikrche wurde zur Zeit der Hanse errichtet, wobei die Marienkirche zu Lübeck als Vorbild verwendet wurde. Am Hohenzollernplatz in der Neustadt befinden sich mit der Bugenhagen- und der vormaligen Garnisonskirche zwei Sakralbauten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, welche in sehr unterschiedlichen Stilen errichtet wurden.

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