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Die kaschubische Schweiz in Polen – klare Seen, dunkle Wälder

Die kaschubische Schweiz ist eine hügelige Wald- und Seenlandschaft südwestlich von Danzig in Polen. Zusammen mit der pommerschen Seenplatte im Westen und der masurischen Seenplatte im Osten gehört sie zum polnischen Teil einer Kette ausgedehnter Seegebiete, die sich von Norddeutschland bis nach Litauen zieht. Sie entstand, als sich am Ende der letzten Eiszeit die Eisdecke, die Nordeuropa bedeckte, abschmolz, und sich die Gletscher nach Norden zurückzogen. In den Senken des baltischen Landrückens, zu dem auch die kaschubische Schweiz gehört, bildete das Schmelzwasser tausende von Seen, die seitdem dieser dünn besiedelten Landschaft ihr unverwechselbares Gesicht geben.

Wassersport, Wanderouren, Wintersport in der Kaschubische Schweiz

Für Segler, Kanufahrer und Wanderer ist diese stille und schöne Landschaft, die touristisch noch wenig überlaufen ist, ein geradezu ideales „Revier“. Aber auch wer Natur- und Kulturreisen kombinieren möchte, ist in der kaschubischen Schweiz gut aufgehoben: Nur etwa 50 Kilometer trennen die kaschubische Schweiz von Danzig mit seiner prächtigen Altstadt. Und zumindest in kalten, schneefesten Wintern kann man am knapp 400 Meter hohe Turmberg von Wiezyca auch Ski fahren – es gibt sogar einen Sessellift… .

Die wechselvolle Geschichte der Kaschubischen Schweiz

Die kaschubische Schweiz kann auf eine –im wahrsten Sinne des Wortes „wechselvolle“ Geschichte zurückblicken, in der die Gegend bis zum Ende des zweiten Weltkrieges immer wieder zwischen Deutschland und Polen hin- und herwechselte. Systematisch erschlossen wurde die Gegend erstmals durch den Deutschen Orden, der auf Befehl des Papstes die damals von „heidnischen“ slawischen und baltischen Stämmen bewohnte Gegend ab dem 13. Jahrhundert für das Christentum erobern sollte. Innerhalb weniger Jahrzehnte brachte der Orden ein ausgedehntes, fast das gesamte Baltikum umfassende Gebiet unter seine Herrschaft, zu dem auch die heutige kaschubische Schweiz gehörte, die jedoch 1410 von Polen erobert wurde.

Ende des 18. Jahrhundert fiel das Gebiet im Zuge der polnischen Teilungen an Preußen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es als Teil des „polnischen Korridors“ Polen zugeschlagen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es deutsch besetzt und ist seit 1945 wieder polnisch.

Unsere Empfehlung: Ausflüge nach Bytów (Bütow) und Kartuzy (Karthaus)

Diese wechselvolle Geschichte hat architektonisch ihre Spuren hinterlassen – so finden sich Burgen aus der Ordenszeit (besonders sehenswert ist die imposante Burg in Bytów/ Bütow) neben vielen kleinen Dorfkirchen im Stil der Backsteingotik, wie sie auch in Norddeutschland zu finden sind. Nicht zuletzt aber hat das Hin und Her zwischen Deutschland und Polen auch die Menschen geprägt: in der kaschubischen Schweiz wird ein ganz eigener Dialekt gesprochen, das Kaschubische, eine Variante des Polnischen, das viele Lehnwörter aus dem Deutschen beinhaltet.

Das Zentrum der kaschubischen Schweiz ist die Stadt Kartuzy (Karthaus), die ihren Namen auf ein im 14. Jahrhundert gegründetes Karthäuserkloster zurückführt. Besonders sehenswert ist neben dem ehemaligen Kloster das kaschubische Museum, das einen guten Einblick in die besondere Geschichte der kaschubischen Schweiz gibt.
Zumindest ein „halber Kaschube“ ist übrigens der in Danzig geborene Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass, dessen Mutter aus einer deutsch-polnischen kaschubischen Familie stammte.

Die Region Masuren-Ermland liegt im Nordosten Polens und deckt sich ziemlich genau mit der Woiwodschaft Ermland-Masuren (poln. województwo warmińsko-mazurskie). Lange Zeit war dieses Gebiet Teil Preußens bzw. Deutschlands. Dabei nimmt die Region Masuren-Ermland im Groben den Südteil der ehemaligen Provinz Ostpreußen ein.

Die Masurische Seenplatte – Ziel für Badeurlauber und Naturverbundene

Damals wie auch heute ist diese Gegend ein beliebtes Urlaubsziel und wird von vielen Urlaubern aus ganz Europa besucht. Dies sind an der Küste Badeurlauber und Wassersportler, im Landesinneren vorwiegend Naturfreunde und Wanderer, welche die reizvolle Landschaft genießen möchten.

Die so genannte Masurische Seenplatte nimmt den Großteil der Region ein und ist somit auch Hauptanziehungspunkt des zwischenzeitlich wieder sehr gut florierenden Tourismus. Diese Seenlandschaft ist mit vielen kleinen Seen, aber auch größeren Gewässern durchsetzt. Dazwischen wuchern üppige Wälder, welche zum Teil Charakter eines „Urwalds“ haben. Hier und da breiten sich auch einige Sümpfe aus. Selbstredend, dass diese Wälder Heimat von vielen selten gewordenen Tieren sind, bzw. von Spezies, die sonst in Mitteleuropa gar nicht vorkommen! Hierzu zält allen vor ran der Elch, der dort wieder heimisch ist.

Die vielen Seen laden zum Fischen oder einfach nur zum Träumen ein. Die größeren, von denen der Spirdingsee (poln. Jezioro Śniardwy) und der Mauersee (Jezioro Mamry) die ausgedehntesten an Fläche sind, bieten den Gästen auch Möglichkeiten des Wasserports, sowie Badebuchten. Zudem liegen dort, wie auch an anderen Orten der Region viele Campingplätze, Hotels und andere Unterkünfte für Urlauber. In den letzten Jahren hat sich dabei der Trend zu Ferienwohnungen und Ferienhäusern entwickelt. Diese Domizile erlauben gerade Familien oder Gruppen einen sehr erholsamen und stressfreien Urlaub. Oft sind diese auch günstiger als herkömmliche Pensions- oder Hotelzimmer.
Der kleine Küstenabschnitt am Frischen Haff ist vor allem bei Badeurlaubern sehr beliebt. Dort gibt es auch schöne Strände.

Sehenswerte historische Bauwerke in Olszyn, Elblag und Gdansk

Auch kulturell hat die Region Masuren-Ermland vieles zu bieten. So beispielsweise die Hauptstadt Allenstein (poln. Olsztyn) mit seinen vielen Bauwerken, die nach dem Krieg wieder aufgebaut wurden. Die spätgotische Herz-Jesu-Kirche, das Schloß oder die St. Jakobus Kirche sind nur einige davon. In unmittelbarer Nähe des Frischen Haffs liegt die Stadt Elbing (Elblag) mit all seinen historischen Bauwerken. Auch die Metropole Danzig (Gdansk) mit den weltberühmten Sehenswürdigkeiten lädt zu Ausflügen ein.

Pommern – das Land am Meer

Wunderschöne Ostseestrände, weite Seenplatten und bezaubernde Landschaften prägen das Bild dieses abwechslungsreichen Landstrichs.

Neben bekannten Badeorten wie Sopot und auf Hel können Urlauber entlang der Danziger Bucht eine Vielzahl interessanter Städte und kultureller Attraktionen besuchen. So bietet beispielsweise das Ozeanografische Museum mit Polens größtem Meeresaquarium in der lebendigen Hafenstadt Gdynia, die eingebettet zwischen idyllischen Wäldern mit Danzig und Sopot Teil der Wirtschaftsregion „Dreistadt“ ist, einen ebenso lehrreichen wie faszinierenden Einblick in die Unterwasserwelt der Ostsee. Vom „Gotenhafen“, wie Gdyna auch genannt wird, bringen Ausflugsboote Besucher regelmäßig auf die Halbinsel Hel, welche die Danziger Bucht von der Ostsee trennt. Die Nehrung, die sich seit dem 18. Jahrhundert aus vielen kleineren Inseln gebildet hat, lädt mit ihren weiten Dünenlandschaften zu ausgedehnten Radtouren und Wanderungen ein.

Pommersche Seenplatte & Kaschubische Schweiz

Einen schönen Kontrast zu der Weite der Ostseeküste und der Pommerschen Seenplatte, die Urlaubern mit ihren sage und schreibe 200 Seen eine malerische Kulisse für einen naturnahen Aufenthalt bietet, stellt die im Landesinneren gelegene Kaschubische Schweiz dar. Eiszeitliche Hügel, verwunschene Wälder und urige Dörfer entführen Touristen in eine märchenhafte Welt, welche – ganz anderes als der lebhafte Trubel in den küstennahen Urlaubsorten – die beschauliche Lebensart ihrer Bewohner vermittelt.

Familienurlaub in Pommern

Durch seine Vielseitigkeit entwickelt sich Pommern zu einem immer beliebter werdenden Reiseziel, das für jeden seine besonderen Highlights bereit hält. Vor allem Familien, Aktivurlauber und Naturfreunde werden in der grenznahen Region Polens unvergessliche Ferien erleben. Entlang der Ostseeküste laden in den Sommermonaten eine Vielzahl von Badeorten, wunderschöne Sandstrände und Dünenlandschaften zu erholsamen Ferien ein.

Das Frische Haff

Frisches Haff, so nennt sich das Gebiet östlich der Danziger Bucht, welches durch sein besonderes Klima ein Paradies für Segler und Windsurfer ist. Ein architektonisches Highlight ist hier das kleine Städtchen Frombork, die Perle des Nordens, das durch den Astronomen Nikolaus Kopernikus Weltruhm erlangte.

Wer die Natur liebt und es etwas beschaulich mag, kommt bei einer Kanutour auf der Seenplatte oder bei Wanderungen in den mystischen Wäldern der Kaschubischen Schweiz ganz auf seine Kosten.

Die lange und wechselvolle Geschichte Pommerns erlaubt mannigfache Einblicke in die Kultur der Region. Historische Bauwerke locken ebenso wie zahlreiche Museen, so dass bei einem Urlaub in Pommern garantiert keine Langeweile aufkommen wird.

Erholung an den schönsten Stränden der polnischen Ostseeküste

In Westpommern (polnisch: Województwo Zachodniopomorskie) befinden sich die schönsten Strände der polnischen Ostseeküste. Das Stettiner Haff (Zalew Szczeciński) erstreckt sich von der Peenemündung östlich von Anklam bis zur Odermündung bei Stettin. Mit rund 900 Quadratkilometern ist es das zweitgrößte Haff der Ostsee.

Dieses Pommersche Haff besteht aus zwei Brackwasserzonen. Das Kleine Haff begrenzt den Süden Usedoms. Das Große Haff südlich der Nachbarinsel Wollin gehört wie diese zu Polen. Gemeinsam mit Usedom bildet Wollin eine Landbrücke, die Stettiner Haff und Pommersche Bucht (Zatoka Pomorska) trennt. Für die Verbindung sorgt die Oder mit ihren drei Mündungsarmen Peenestrom, Swine (Świna) und Dievenow (Dziwna). Da die Pommersche Bucht nur rund 20 Meter flach ist, wurden die Wasserstraßen vertieft, um Fähren und Frachtschiffen die Durchfahrt bis Swinemünde und Stettin zu ermöglichen.

Urwüchsige Natur am Stettiner Haff und an der Pommerschen Seenplatte

 

Die urwüchsige Landschaft am Stettiner Haff ist geprägt durch Moore, Wiesen, Wälder und Seen. Diese sind ein Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen und Tiere wie den Seeadler. Nicht nur Usedom und Wollin stehen unter Naturschutz sondern weite Teile Westpommerns.

Im Süden zieht die Pommersche Seenplatte all  jene Urlauber an, die abseits vom Strandleben Stille und Natur suchen. Ob man wandert, radelt, reitet, badet oder segelt – in Westpommern spielen sich die meisten Ferienaktivitäten im Freien ab. Auf Wollin erschließt ein gut ausgebautes Wegenetz den Nationalpark „Wolinski Park Narodowe“ für Wanderer und Radfahrer. Besonders sehenswert sind der türkisfarbene See fünf Kilometer südlich von Międzyzdroje und das nahegelegene Wisentgehege. Ein weiteres Reservat für die seltenen Wildrinder gibt es in der Mellenthiner Heide auf Usedom. Ganz in der Nähe verläuft die Staatsgrenze zu Polen quer durch die Pommersche Bucht.

Świnoujście (Swinemünde) – die Top-Adresse für Kuren und Wellness an der polnischen Ostsee

Von Ahlbeck ist es zu Fuß oder mit der Usedomer Bäderbahn nur ein Katzensprung ins benachbarte Świnoujście. Das frühere Swinemünde gönnte sich selbst eine Kur und zählt nach umfassender Sanierung heute zu den Topadressen in Polen für Kuren und Wellness. Dasselbe gilt für Międzyzdroje auf Wollin. Die einstige Perle unter den baltischen Seebädern hat den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden und sich einiges vom alten Glanz bewahrt.

Tipp: Tagesausflug nach Szczecin (Stettin)

Zwar kommen die meisten Urlauber wegen der feinsandigen Badestrände nach Usedom oder Wollin. Doch empfiehlt sich auf jeden Fall ein Besuch in der Hauptstadt Westpommerns. Das knapp 100 Kilometer entfernte Szczecin ist von den Schwesterninseln aus bequem mit Schiff oder Bahn zu erreichen. Die sorgfältig restaurierte Altstadt mit dem barockem Königstor Brama Królewska und die Hakenterrassen lohnen den Abstecher nach Stettin.

Badeurlaub und Naturerlebnis an der Danziger Bucht

Die Danziger Bucht ist  eine herrliche Urlaubsregion in Polen an der Ostsee. Sie befindet sich näher an der russischen als an der deutschen Grenze, so dass auch ein Besuch im größten Land der Welt möglich wird. Aber vor allem ist die Danziger Bucht ein Ort, an dem jeder entspannen kann, in Einklang kommt mit der  Natur.

Sopot an der Danziger Bucht

Strand von Sopot“ von Alina Zienowicz, e-mail – Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Die Danziger Bucht ist ein Naturhafen, dessen Tiefe zwischen sechs Metern und hundert Metern variiert. Begrenzt wird sie durch die Halbinsel Hola, die Steilküste des Samlandes und die Frische Nehrung im Süden. An der Danziger Bucht mündet  die Weichsel in die Ostsee. Das Mündungsgebiet gibt zahllosen Seevögeln, darunter auch sehr seltenen Exemplaren, ein Zuhause. Da wären die riesigen Kormorankolonien ebenso zu nennen, wie die vielen Möwen und Seeschwalben und viele kleinere Vögel: Steinschmätzer, Braunkehlchen, Neuntöter, Brachvögel und viele mehr. Sie schätzen die ausgeprägten Salzwiesen als Lebensraum. Auch in den kleinen Nehrungen befinden sich zahllose Brutgebiete.

Unser Tipp: Tagesausflüge nach Danzig und Sopot

Danzig  ist die bekannteste Stadt der Region. Sie wurde vor allem berühmt durch den Aufstand der dortigen Hafenarbeiter. Auch heute kann man die Danziger Werft noch besichtigen.
Ansonsten ist das Krantor eine ganz besonderes Sehenswürdigkeit. Es entstand im 14. Jahrhundert und ist heute ein Teil des sehenswerten Schifffahrtsmuseum.

Neben Danzig ist Sopot eine der größten Städte der Region. Direkt an der Ostsee gelegen wurde es im 19. Jahrhndert zu einer beliebten Kurstadt. Besonders die Spaziergänge auf der Seepromenade und Seebrücke sind empfehlenswert.

Danziger Bucht – neu entdecktes Urlaubsziel

Lange Zeit gab es in der Region gravierende Umweltprobleme. Seit einigen Jahren wurde gezielt mit dem Umweltschutz begonnen. Dadurch bekamen die Tiere einen neuen Lebensraum – und auch die Menschen konnten sich freuen. Denn das Baden  in der Danziger Bucht war lange Zeit nicht möglich. Heute ist das Wasser sauber, was auch die Touristen aus aller Welt schätzen.

Viele Urlauber mieten sich ein schönes Ferienhaus oder eine Ferienwohnung an der Danziger Bucht, um einen individuellen Natururlaub genießen zu können.

Im südöstlichen Teil der Ostsee liegt das Frische Haff, ein von der Frischen Nehrung von der Danziger Bucht abgeteilter Bereich, der heute teilweise zu Polen, in Teilen auch zu Russland gehört. Bis 1945 war das Gebiet Teil Ostpreußens und damit des Deutschen Reichs. Das Gebiet wird von u.a. Nogat und Pregel gespeist; gemeinsam mit der Abtrennung von der eigentlichen Ostsee führen sie dazu, dass Flora und Fauna im Haff einzigartig sind.

Tourismus hat Tradition am Frischen Haff

Frombork, Frisches Haff

Frombork z Anity 5“ von PolimerekEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Neben der auch durch die politische Randlage während des Kalten Krieges weitgehend unberührte Natur des Haffs dominieren die Städte Kaliningrad und Baltijsk (beide russisch) und Elbląg (Polen) das Erscheinungsbild der Region. Natur und geschichtsträchtige Orte sind auch die Faktoren, welche in den letzten Jahren wieder zu einem Erblühen des sanften Tourismus am Frischen Haff geführt haben. Die Ostseebäder des Haffs blicken auf eine längere Tradition zurück; zu den berühmten Gästen zählte beispielsweise Kaiser Wilhelm II. (sehenswert: das Schloss in Kadyny); Nikolaus Kopernikus lebte sogar zeitweise in Frombork. Dort ist dem berühmten Gelehrten ein Museum gewidmet.

Beeindruckende Ordensburgen – UNESCO-Weltkulturerbe

Das Frische Haff war das Haupttätigkeitsgebiet des Deutschen Ordens; besonders in Elbląg (ehemals Elbing) und Malbork (Marienburg) sind während dieser Zeit zu bedeutenden Ordensburgen ausgebaut worden. Die rekonstruierte Marienburg, einst größter Backsteinbau Europas, gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. In Elbing ist neben der rekonstruierten Altstadt und mehreren Kirchen auch der direkt anschließende Naturpark Wzniesienie Elblaskie sehenswert. Ebenfalls in der Nähe des Frischen Haffs liegt Kwitajny (Quittainen), eine barock-klassizistische Schlossanlage mitsamt Kirche, Landchaftspark und Orangerie. Hier lebte zwischen 1744 und 1945 die Familie Dönhoff, wobei Marion Gräfin Dönhoff diesem Ort in ihren Memoiren ein Denkmal gesetzt hat.

Badeurlaub, Wandertouren und Schiffsausflüge auf dem Frischen Haff

Das Frische Haff lädt selbstverständlich zum Badeurlaub ein, doch auch Wanderer können auf gut ausgeschilderten Wegen die Schönheit der Landschaft genießen. Die Kopernikus-Route umfasst insgesamt 164 Kilometer; kürzer sind die Jantar-, die Weichsel- und die Napoleon-Wanderroute. Selbstverständlich können diese auch mit dem Fahrrad erschlossen werden; eine weitere Fortbewegungsmöglichkeit ist das Kajak. Wer es bequemer mag, kann einen Schiffsausflug auf das Frische Haff selbst unternehmen.

Auch die Unterkunft ist nirgends ein Problem. Vom Hotel über das Privatzimmer bis zum Ferienhaus – am Frischen Haff findet sich für jeden Anspruch das Passende.

Die Halbinsel Hel, welche zum Staatsgebiet Polen gehört, ist eine ganz besondere Halbinsel: fast 30 km erstreckt sie sich als Landzunge in die Ostsee und bildet auf ihrer zum Festland gerichteten Seite die Danziger Bucht. Das Besondere: die Halbinsel Hel ist an einigen Stellen nicht viel mehr als nur 200 Meter breit.

Herrliche Strände zu beiden Seiten von Hel

Strand von Hel

Beach in Hel“ von Bartłomiej Bulicz – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Umgeben von herrlich weiße Stränden bietet sich Touristen das unbeschreibliche Gefühl, nirgendwo sonst direkter am Meer sein zu können und innerhalb weniger Gehminuten vom eher windigen Ostseestrand auf die andere Seite der Insel zu gelangen, wo die Danziger Bucht mit seichterem Wasser für Badespaß sorgt.

Zwar wird es auf der Halbinsel Hel erst Mitte Mai frühlingshaft warm, dafür sind die Herbstmonate bis November deutlich milder und laden zu einem unvergesslichen Urlaub ein.

Freizeitspaß auf Hel

Für Familien mit Kindern oder Tierliebhaber im Allgemeinen ist der Besuch der Robbenaufzuchtstation direkt am Strand einen Ausflug wert.
Wer eher abenteuerlustig ist, kann sich für einen Surfkurs anmelden oder sogar auf einem Dampfschiff auf Routen rund um die Halbinsel auf das Meer hinaus fahren.
An der Spitze dieser Halbinsel liegt das malerische Fischerstädtchen Hel, welches Besucher mit typisch frisch zubereiteten polnischen Fischgerichten in seinen zahlreichen Küstenrestaurants verwöhnt und im Westen seinen eigenen Fischerhafen Jastarnia zu bieten hat.

Ausflugsziele auf Hel

Die Halbinsel Hel verfügt über eine perfekt ausgebaute Fahrradroute und ihre eigene Eisenbahnlinie, die täglich alle Orte anfährt, so zum Beispiel Ustka, Wladyslawowo, Jurata, Puck oder Leba und so Touristen ein leichtes Hin-, und Herpendeln ermöglicht.

In Leba lädt der Slowinzische Nationalpark mit seiner atemberaubenden Dünenlandschaft zum Träumen ein. An keinem anderen Strand gibt es so große Dünen wie hier, die teilweise bis 42 Meter in den Himmel ragen.

Zahlreiche Museen und gotische Kirchen sind ebenso sehenswert und rufen einen Hauch vergangener Tage wach.

In puncto Urlaubsangebote kann sich Hel durchaus mit der Ostseeküste auf deutscher Seite oder der Nordseeregion in Deutschland messen. Besucher erleben auf der Halbinsel Hel einen Urlaub voller Impressionen, begleitet von dem Gefühl, in einer ganz eigenen kleinen Welt gelandet zu sein. Da viele eine individuelle Urlaubsplanung bevorzugen, entscheiden sie sich für eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus auf Hel.

Die Pommersche Bucht oder zu polnisch „Zatoka Pomorska“ liegt im Südwesten der Ostsee an der Küste von Polen und Deutschland. Die Bucht wird im Norden durch die zu Dänemark gehörende Insel Bornholm und im Westen durch die Insel Rügen begrenzt. Im Süden der Bucht liegen die Inseln Usedom und Wollin. Über drei verschiedene Wasserstraßen gelangt man hier zum Stettiner Haff. Das Klima in der Bucht verändert sich von Osten, wo es kontinental beeinflusst wird, bis hin zum Westen, wo das atlantische Klima vorherrscht. Die Wassertemperatur kann bis auf 20 – 25 Grad ansteigen und lädt zum Baden ein.

Die Region Pommersche Bucht wird seit mehr als hundert Jahren von berühmten Persönlichkeiten als Urlaubsort geschätzt: die kaiserliche Familie, der große deutsche Schriftsteller Theodor Fontane, Johann Strauß oder Heinrich Mann waren hier bereits zu Gast.

Pommersche Bucht – die polnische Seite

Auf der polnischen Seite der Bucht liegt das gut 40.000 Einwohner zählende Städtchen Swinemünde, das sich auf die drei Inseln Usedom, Wollin und Kaseburg aufteilt. Sehenswert ist das alte Rathaus, das heute ein Museum für Hochseefischerei ist. Der Kurpark im Kurviertel und die Stadtpromenade laden zu einem Spaziergang ein.

Auf der Insel Wollin befindet sich auch ein im Jahre 1857 fertiggestellter Leuchtturm, der mit 68 m Höhe, der höchste Leuchtturm der Ostsee ist.

Etwas weiter östlich befindet sich ein noch kleineres Städtchen namens Misdroy. Seit 1835 ist es ein beliebter Badeort an der Ostsee. Die 2 km langen Promenade und der obligaten Seesteg bilden die Kulisse für die polnischen Filmfestspiele.

Pommersche Bucht – die deutsche Seite

Direkt an der Bucht liegt das alte Fischerdorf Zinnowitz, das heute ein sehr gepflegter Badeort ist, der seinen Gästen ein vielfältiges Freizeitangebot bieten kann. Anfangs des 20. Jahrhunderts entstanden hier die typische Bäderarchitektur. Der etwa 3 km lange und 40 m breite weiße Sandstrand und die großzügig bemessene Kurpromenade sind Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Erwähnt werden müssen auch die eigens für Hunde und Pferde reservierten Strandabschnitte, in denen man romantisch in den Sonnenuntergang reiten kann. Auch eine offiziell genehmigte Feuerstelle bietet den Gästen hier auf der Insel Usedom ein besonderes Flair.

Auf der deutschen Seite der Pommerschen Bucht findet man weiter die „Dreikaiserbäder“ Usedoms: Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf. Diese Orte haben sich erst 2005 zur Gemeinde Heringsdorf zusammengeschlossen. In Ahlbeck findet man eine Seebrücke aus dem Jahr 1899, die 280m weit ins Meer hineinragt. Für besonders stressgeplagte Gäste empfiehlt sich ein Besuch in der Ostseetherme. In Bansin befindet sich ein Tropenhaus, in dem ein kleiner Zoo mit 150 Kleintieren wie Weißbüscheläffchen, Schlangen, Schildkröten und Papageien untergebracht ist. In Heringsdorf schließlich findet man mit über 500m Länge, die längste Seebrücke Deutschlands. An der Strandpromenade findet man zahlreiche Villen im Stil der Bäderarchitektur.

Neben hübschen Hotels und Pensionen finden man auch zahlreiche schöne Ferienhäuser an der Pommerschen Bucht.

Mit rund 900 Quadratkilometern ist das Stettiner Haff nach dem Kurischen Haff das zweitgrößte der Ostsee. Es erstreckt sich von der Odermündung bei Stettin bis zur Mündung der Peene bei Zecherin im Usedomer Winkel. Von der Ostsee wird dieser Brackwasserbereich durch die Inseln Usedom und Wollin getrennt.

Das Wetter ist mild, und die Sonne scheint hier weit häufiger als anderswo in Deutschland. Das Oderhaff bzw. Pommersche Haff, wie es auch genannt wird, besteht aus dem Kleinen und Großen Haff. Das erste bildet die Südgrenze Usedoms. Letzteres gehört zu Polen und begrenzt den Süden der Halbinsel Wollin. Der dortige Nationalpark lockt mit Naturschönheiten wie dem Türkisfarbenen See.

Kleines Haff

Die urwüchsige Landschaft des Kleinen Haffs umfasst Wälder, Wiesen, Moore und Seen. Das gut ausgebaute Wegenetz erschließt dieses Naturparadies für Wanderer und Radfahrer. Ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Festland ist der Tierpark bei Ueckermünde. Auch Wassersport ist möglich am Stettiner Haff. Und wer Baden möchte, findet seinen Lieblingsplatz in einer der kleinen Buchten. Die Steilküste bei Kamminke ist ein Refugium für Seevögel. Vom höchsten Berg der Insel, dem knapp 60 Meter hohen Golm, hat man einen fantastischen Ausblick über das Stettiner Haff.

Die Ausflugdampfer nach Świnoujście und Szczecin legen beim Fischereihafen Kamminke ab. Wer lieber mit dem Zug reist, nimmt die Usedomer Bäderbahn, etwa für einen Besuch der Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Polen ist hier zum Greifen nah. Man bleibt einfach in der UBB sitzen oder spaziert über die Grenze ins benachbarte Świnoujście. Das frühere Swinemünde hat sich in den letzten Jahren fein herausgeputzt und gehört heute zu Polens Topadressen für Kuren und Wellness.

Von Świnoujście aus gelangt man per Fähre in knapp 6 Stunden ins schwedische Trellborg oder in 7 Stunden nach Ystad. Viele Besucher nutzen diese Möglichkeiten für einen Ausflug nach Schweden.

Großes Haff

Die polnische Bezeichnung für das Stettiner Haff ist Zalew Szczeciński. Die wichtigsten Orte am Großen Haff sind Wolin, Lubin, Nowe Warpno, Police und natürlich Szczecin. Als einer der wichtigsten Ostseehäfen lohnt das ehemalige Stettin den Besuch. Neben der sorgfältig restaurierten Altstadt mit Rathaus und barockem Königstor Brama Królewska ist die Hakenterrasse (Wały Chrobrego) von interessantester Architektur. Flaniert von alten Bäumen lädt diese Uferstraße ein zum Bummeln mit herrlichem Blick auf die Oder.

Viele Urlauber gestalten Ihren Aufenthalt ganz individuell und buchen ein Ferienhaus am Stettiner Haff.

Strand in Swinemünde

© „ŚWINOUJŚCIE. AB-018“ von AntekbojarEigenes Werk. Lizenziert unter CC0 über Wikimedia Commons.

Swinemünde

Der polnische Teil der Insel Usedom besteht aus dem größten Teil der Stadt Swinemünde, welche sich über die Inseln Usedom, Kaseburg und Wollin erstreckt.

Während sich auf Wollin außer einem Industriegebiet und einigen neuen Wohngebieten lediglich der Fernbahnhof sowie der internationale Hafen der Stadt befinden, liegt sowohl das Stadt- als auch das Kurzentrum auf Usedom. Beide Inseln sind durch zwei Fähren miteinander verbunden, die kostenlos benutzt werden können; zwischen Wollin und Kaseburg führt eine Brücke über das Haff.

Gleich hinter der Grenze befindet sich in der Nähe des Stadtbahnhofs der Usedomer Bäderbahn der Markt, in wenigen Schritten ist der Badestrand erreicht. Seit dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen kann auch der Weg am Strand entlang oder durch einen kleinen Wald für den Grenzübertritt benutzt werden.

Die aus den deutschen Kaiserbädern bekannte Bäderarchitektur mit Gebäuden im Stil griechischer und römischer Villen findet sich auch in Swinemünde. Innerhalb des Kurzentrums befindet sich das historische Rathaus, welches heute das Museum für Hochseefischerei beherbergt. Aus der früheren Zeit der Stadt als Marinestützpunkt finden sich noch zwei Forts aus dem 19. Jahrhundert im Swinemünder Wald.

Zwei Sehenswürdigkeiten für Swinemünde sind auf der Insel Wollin zu nennen, dort befindet sich der höchste Leuchtturm an der polnischen Ostsee ebenso wie eine Ende des letzten Jahrhunderts zu Ehren des polnischen Papstes Johannes Paul II. errichtete moderne Kirche.

Genau wie auf der deutschen Seite der Ostsee gibt es auch in Polen strenge Regelungen für Urlauber mit Hund. In der Zeit vom 1. Juni bis 30. September sind Hunde am offiziellen Badestrand von Swinemünde, so wie in vielen anderen Ostseebändern, verboten. Ausnahmen sind die speziellen Hundestrände, von denen auch in Swinemünde einer für Familien mit Vierbeiner geschaffen wurde. Interessierte können auf der Polen-Infoseite von www.reisen-mit-hund.org die Einreisebestimmungen für Haustiere nach Polen finden und auch ein hundefreundlichen Ferienhaus in Polen buchen.

Misdroy und Stettin

Der neben Swinemünde bekannteste Badeort auf der Insel Wollin ist Misdroy, das bekannteste Wahrzeichen ist die Seebrücke.

Auch Stettin ist nicht weit von Swinemünde entfernt gelegen, zudem ist die Stadt mit der Eisenbahn gut erreichbar. Die schönsten weltlichen Sehenswürdigkeiten sind dort neben dem gotischen Rathaus das Schloss der Herzöge von Pommern sowie der Siebenmäntelturm. Die Jacobikrche wurde zur Zeit der Hanse errichtet, wobei die Marienkirche zu Lübeck als Vorbild verwendet wurde. Am Hohenzollernplatz in der Neustadt befinden sich mit der Bugenhagen- und der vormaligen Garnisonskirche zwei Sakralbauten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts, welche in sehr unterschiedlichen Stilen errichtet wurden.